Fachbegriffe im Bereich der Haartransplantation

Sehr oft bemerken wir in den Beratungsgesprächen eine Verwirrung bezüglich der Fachbegriffe. Wir versuchen die wichtigsten vereinfacht zu beschreiben:

Graft:
Wenn Sie die Kopfhaut ihres Partners genauer betrachten, werden sie feststellen, dass aus einem Haarkanal oftmals mehr wie ein Haar herauswächst. Dabei hat jedes Haar aus einem Kanal seine eigene Wurzel in einer bestimmten Hauttiefe. Alle Haare aus einem Kanal samt der dazugehörigen Wurzeln nennt man ein Graft. Der Arzt entnimmt immer Graft für Graft heraus und niemals einzelne Haare aus einem Haarkanal.

Haarfollikel:
Das sind zwei Schichten, die die Haarwurzel umgeben. Sie sorgen für die Befestigung des Haares in der Haut. Man kann sich den Haarfollikel wie ein Hautschlauch vorstellen, der durch seine leichte Schräge die Wuchsrichtung des Haarschaftes bestimmt. Somit ist bei unterschiedlichen Haartypen abweichende Krümmung des Haarfollikel vor zu finden. In Ihr münden die Drüsen, die u.a. Talg und Duftstoffe produzieren. Winzige Muskeln setzen dort an, die das Haar aufstellen können (Gänsehaut). Viele Nervenfasern enden ebenfalls in Haarfollikel, die dem Tastsinn dienen.

Haarwurzel:
Der Abschnitt des Haares, welches innerhalb der Haut liegt. Sie ist etwa drei Millimeter tief und liegt in der Lederhaut, kann aber auch bis in Unterhautfettgewebe reichen. Das untere Ende ist knollenartig verdickt und wird als Haarzwiebel (Bulbus) bezeichnet.
Aufgrund der unterschiedlichen Krümmung des Haarfollikels und unterschiedliche Tiefe der Haarwurzel innerhalb der Haut ist die FUE- Technik ein Blindverfahren, was hohe Präzision und Erfahrung des Haarchirurgen erfordert.

FUE:
Follikular Unit Extraktion = Gewinnung follikularer Einheiten (gemeint sind Grafts)
Umgangssprachlich wird diese auch Einzelhaarmethode genannt.


Lokale Anästhesie:

Örtliche Betäubung. Diese wird während des Eingriffs zweimal durchgeführt. Einmal im Spenderbereich und einmal im Empfangsbereich. Sie wirkt jeweils für ca. 4 Stunden. Sie wird oberflächlich mit einer sehr dünnen Kanüle ausgeführt und hat denselben Umfang wie eine Kanüle, mit der sich Diabetiker Insulin spritzen. Das Schmerzgefühlt ist deshalb tolerabel.